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16.04.2010 --> Manuel Janke (RBW): Am Freitag sollte die Heinz Fricke Sporthalle in Köthen zum Kessel werden, denn mit einem Sieg über Glinde, kann man sich bereits vor Ende der Saison die 3. Liga sichern. Die HG geht als Favorit in dieses Match, neben dem Heimvorteil und der positiven Bilanz gegen Glinde, zeigen vor allem die letzten Ergebnisse der Gäste, dass sie zurecht absteigen. Kein Wunder bei den vielen Abgängen in letzter Zeit. Neben Sven Liesegang, Marc Oswald und Carlos Swoboda, sind auch Björn Rätzel und Lars Beyreis aus den Reihen der Mannschaft verschwunden. Die Zukunft der Eintracht heißt also Mitteldeutsche Oberliga und die der HG 85 könnte nach der Partie schon 3. Handballbundesliga heißen, man durfte den Gegner nur nicht unterschätzen und die beiden Qualifikationszähler nicht hergeben.
Den ersten Treffer der Partie machten die Gastgeber durch Rechtsaußen Robert Kreller in der ersten Minute. Jedoch zeigten die Schleswig-Holsteiner sich als ebenbürtig. Die Entschlossenheit des Mittelmannes Marco Hüls war unverkennbar und regelte zum Beispiel auch das 2:2. Glinde wusste um Köthens Situation, gewinnen zu müssen und setzte die Bachstädter unter Druck. So war es Andy Kühne, der die zweite kurze Führung für Glinde mit dem 5:6 in Minute 12 erwarf. Weitere Aufgaben für die Prokop-sieben stellte der 11er der Gäste, Christoph Frank. Mit seinem bestimmten Gang nach vorn wurde er auch der erfolgreichste Werfer der Eintracht mit 8 Treffern. Hier gleicht er zum 7:7 aus. 4 Minuten später bahnt sich dann das unglaubliche an. Marco Hüls baut einen Vorsprung bis auf 7:9 Punkten für Glinde aus. Doch die HG verlor keineswegs an Boden. Druckvoll wehrten sie sich und schlossen wieder auf. Beteiligt daran war unter anderem Robert Kreller mit seinem Sahne-Leger zum 10:10. So langsam kommen wir in die Schlussminuten der ersten Hälfte und die Eintracht zeigt erste Ermüdungserscheinungen. Nach Ballverlusten im Angriff kamen sie nicht mehr so schnell zurück und nach zwei schnellen Toren durch Retting, baute Andreas Grube mit dem 15:12 kurz vor der Pause noch ein 3 Punkte-Polster auf. Bis kurz vor der Pause hielt Glinde einwandfrei mit, baute sogar eine Führung auf, aber für die Bachstädter steht hier so viel auf dem Spiel und der Wille zur 3. Liga ist unverkennbar. Nach der Halbzeit ging es mit den Köthenern durch. Das Motto war „Jeder Schusss ein Treffer“ und Christian Lingk macht beim 17:12 alles richtig. Bereits in der 36. Minute wurde klar das Glinde seine Energie verbraucht hat. René Uelsmann startet zu einem Lauf über das ganze Spielfeld und niemand hindert ihn am 19:13. 41 Minuten gespielt und Topscorer der Gäste, Christoph Frank, gab immer noch alles und er schloss auf zum 23:16 aber die Luft war einfach raus. Spätestens 2 Minuten später war klar, das die Bachstädter einfach besser durchwechseln konnten und viel fitter waren. Wie sonst waren immer solche Granaten, wie hier von Sebastian Retting, drin. Nicht nur das er immer noch soviel Energie mobilisierte, dieser Kracher war sein 200. Saisontreffer. Die Rollen waren klar verteilt. Köthen machte hinten zuverlässig dicht und vorne gab es Feuerwerk vom Feinsten, während die erschöpften Gäste aber trotzdem nicht aufgaben. Das letzte Tor im Spiel ist mit einem weiteren Jubiläum verbunden. Ralf Stojan absolvierte heute sein 50. Spiel im Trikot der HG 85 und er schloss das Spiel mit seinem 34:24-Treffer. Alles ist vorbei. 7 erleichterte Prokop-Schützlinge und 7 müde Gäste haben das Match abgeschlossen. Köthen hat es also geschafft. Die 3. Handballbundesliga ist gesichert und nun kann gefeiert werden. Herausragend präsentierte man sich heute und nächste Woche kommt ein weiterer Absteiger in die Heinz Fricke Sporthalle.
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