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HSG Wolfen 2000

 

  Regionalliga Nord Saison 2009/2010 10. Spieltag 07.11.2009 18:30 Uhr

 

 

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Kommentar zum Spiel

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           Kommentare zum Spiel (3)

07.11.2009 --> Matthias Lochmann (RBW): Die HSG Wolfen ist wohl eines der größten Überraschungsteams der Regionalliga. Am Samstag wurde auch der Drittplatzierte Achim/Baden mit leeren Händen nach Hause geschickt. Die erste Hälfte war bis kurz vor der Pause ausgeglichen, erst in den letzten Minuten konnten sich die Wölfe mit 18:15 in Führung bringen. Nach dem Seitenwechsel machte die Spitz-Sieben da weiter, wo sie vor der Pause aufgehört hatte. Die Gäste hatten jetzt sichtlich Probleme dem kreativen Angriffspiel der Hausherren Paroli zu bieten. Am Ende stand die komplette Halle in Krondorf und feierte ein sehr gutes Spiel ihrer Mannschaft und den deutlichen 35:28 Erfolg. Die nächste Überraschung war damit perfekt und so langsam wird sich Wolfen von der ewigen Außenseiterrolle verabschieden müssen.

07.11.2009 --> Matthias Berger (HSG): Kurz nach halb drei verließen am Sonntagmorgen die letzten Handballfans das Sportbistro in der Krondorf-Halle. „So ein schönes Handballspiel haben wir von unseren Jungs lange nicht gesehen.“, lobte vor allem der Seniorenfantisch den kurzweiligen Handballabend. Aber nicht nur sie wollten den Sieg der Wölfe feiern, sondern mit ihnen zahlreiche Anhänger, welche noch geblieben waren. Dabei waren schon einige Stunden seit dem sensationellen 35:28 gegen sie SG Achim Baden vergangen. Aber die überschwängliche Freude wollte nicht weichen. Als ob die Wolfener eine Meisterschaft gewonnen hätten, feierten die Fans ihr Team. Vorausgegangen war ein schönes und faires Kräftemessen mit dem starken Aufsteiger, welcher am Rande Bremens beheimatet ist. Nach den zuletzt gezeigten Leistungen wollte keiner mehr davon reden, dass die Gastgeber keine Chance hätten, auch den Drittplatzierten niederzuringen. Auch wenn sie nominell die Underdogs sind, wollten sie ihre Chance nutzen. Unter den wachsamen Augen von vielen Beobachtern aus der Liga. Spielten beide Teams am Anfang auf Augenhöhe. Ohne Linkshänder Malvin Patzack, wollte Achim aber dennoch keinen Zweifel daran lassen, die Punkte mit auf reisen nehmen zu wollen. So war es auch der ehemalige Wolfener Marco Mitschke, der das erste Gästetor, aus dem Feld erzielen konnte. Da stand es aber bereits 2:1 für die Hausherren. Die Ausgeglichenheit endete erst ab dem sechsten Strafwurf, welche die Gäste in den Maschen von Wolfen unterbringen konnte. Da waren noch knapp zwei Minuten in der ersten Hälfte zu spielen und es stand 15:15. Jan Bernhardt und Lutz Lindner sicherten die Führung. Raik Baumbach erhöhte per Siebenmeter zum 18:15 Pausenstand. Bereits da tobten die knapp 450 Fans auf den Rängen. Mit viel Emotionen wurden die Blau-Gelben auf dem Parkett angefeuert. „Es war schön mit anzusehen, wie Lutz Lindner aufblühte und zeigen konnte was in ihm steckt.“, freute sich Rosel Massny, welche eigentlich bei der SG Jeßnitz beheimatet ist. Auch wenn der Trainer keinen aus der Mannschaft herausheben wollte, waren die Zuschauer ebenfalls vom Comeback von Florian Spitz beeindruckt. Nach sechsmonatiger Verletzungspause, sorgte er nicht nur für die Entlastung auf der Kreativposition, sondern seinem ersten Saisontreffer folgten noch vier in der zweiten Hälfte. Das Wölfeteam kam hellwach aus der Kabine und knüpfte nahtlos an, dort wo sie in der ersten Halbzeit aufgehört hatten. Mit einem druckvollen Angriffsspiel brachten sie die Gäste immer wieder in Bedrängnis und erspielten sich geduldig ihre Chancen. Auch die Einwechslung des Trainers der Gäste brachte dem Spiel keine Wende mehr. Auch wenn der 39 jährige Tomasz Malmon ein Vollbluthandballer ist, konnte auch er die starke Wolfener Abwehr kaum überwinden. Angetrieben von dem frenetischen Publikum zeigten die Hausherren, das sie keinen Zentimeter preis geben werden und diese Zähler in Wolfen behalten wollen. Als Hendrik Hein in der 47.Minuten den zweiten Sechs-Tore-Vorsprung herstellte, keimte die Hoffnung auf, das die dritte Sensation in Folge Gestalt annehmen könnte. Während Achim Baden kaum Möglichkeiten zum Zusetzen hatte, konnte Wolfen befreit aufspielen und es klappte fast alles. Drei Minuten vor Ende hielt es keinen mehr auf den Sitzen und mit Standing Ovations bedankten sich die Fans für das schöne Spiel bei ihrer Mannschaft. Da war es eigentlich auch egal, dass die letzten Würfe nicht mehr im Achimer Tor landete, sondern der deutliche Sieg gegen ein weiteres Spitzenteam eingefahren. Das 35:28 zeigt das Potential der HSG-Handballer, welche in dieser Form noch einige Überraschungen zuzutrauen ist. „Ich bin stark beeindruckt, was die Wolfener Mannschaft geleistet hat.“, lobte auch Köthens Trainer Heinz Prokop das erfrischende Spiel der Hausherren. In der nächsten Woche geht es dann nach Beckdorf, wo auf keinen Fall ein leichterer Gegner wartet. Mannschaftsaufstellung: Schönboom, Wiese; Najmann (5); Winkel; L.Lindner (4); Hein (1); Spitz (5); Baumbach (9/4); Falke (2); Luther; Thiele (2); J.Bernhardt (3); Blechschmidt (2); N.Bernhardt

05.11.2009 --> Matthias Berger (HSG): Eigentlich überraschen die Wölfe jede Woche auf ein Neues. Befragt man Spieler und Trainer vor den Partien, hört man immer wieder das Gleiche: „Wir sind nur Aussenseiter, wenn wir alles abrufen, können wir vielleicht um einen Punkt mitspielen.“, lautet die Meinung der 1.Männermannschaft. Am Ende stand jetzt oft die Überraschung. Siege und Unentschieden gegen Spitzenmannschaften. Langsam nimmt die Liga die Wölfe nicht mehr als Aussenseiter wahr, sondern als Überraschungsmannschaft. Dennoch gilt für das Heimspiel am Samstag das gleiche Motto wie in jeder Woche, Wolfen begibt sich in die Aussenseiterrolle. Ab 18.30 Uhr spielt der souveräne Meister der Oberliga Nordsee in der Sporthalle Krondorf auf. Trotz des Aufstiegs sind die Akteure keine Unbekannten. Nach ihrem Aufstieg 2007 in die zweite Bundesliga kehrten sie aufgrund eines Formfehlers wieder in die Drittklassigkeit zurück. Dieses mal aber als Meister der Oberliga, in welche sie zurückgestuft wurden. So war die vorige Spielzeit auch eine Lernphase für die Mannschaft und für den Erfolgstrainer Tomasz Malmon eine gute Gelegenheit ein Team zu formen, welche auch in diesem Jahr zum engsten Favoritenkreis um die Meisterschaft zählt. Mit 13:3 Punkten befinden sie sich in Lauerstellung auf dem dritten Platz. Auch wenn die beiden Kontrahenten des Samstags nur vier Punkte trennen, so sind es doch kleine Welten. Die Rückraumreihe verfügt immer knapp das Gardemass von 2 Metern. Auch wenn es teilweise noch junge Spieler sind verfügen sie so bereits über klare körperliche Vorteile gegenüber den Wölfen. Der erst 20 jährige Tobias Freese ist mit 52 Treffern bester Torschütze der Gäste. Ihm folgen die beiden Rückraumkanoniere Patrick Dencker und Malvin Patzack. Der Linkshänder Dencker brachte es auf 35 Tore, der Halblinke Patzack nur auf 2 Treffer weniger. Vor allem die Ausgeglichenheit in der Mannschaft dürfte Wolfens Trainer Kopfzerbrechen bereiten. „Das ist eine körperlich sehr robuste und kompakte Truppe, welche es jedem Gegner extrem macht. Darüber hinaus verfügen sie noch über Top-Torhüter.“, lobt Wolfgang Spitz den Gegner. „Trotz der ganzen Probleme, vor welche uns Achim stellt, werden wir alles versuchen um unsere Serie auszubauen.“, klingt Guido Najmann nicht weniger respektvoll und kämpferisch zugleich. Bis auf Martin Lindner sind alle Aktiven an Bord. Christoph Falke hat seine Verletzung auskuriert und ist heiss auf diese Begegnung. „Wir wollen den Wolfener Fans einen schönen Handballabend bieten und die anschließende After the Game Party vielleicht mit einem Punkt krönen.“, hofft Kreisläufer Falke auf die Unterstützung der Fans. Dabei müssen die Hausherren nur das weiter praktizieren, was in den letzten Wochen erfolgreich war. Diszipliniert den Gegner ausspielen, bis die Chance entsteht. Wenn dann die Abwehr sattelfest und die Torhüter wieder einen Glanztag erwischen, kann die Erfolgsgeschichte der Wölfe vielleicht weiter geschrieben werden.

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Tabelle

 

 

Sp

Tore

Pk

1.

 SG Eintracht Glinde

0

0:0

0:0

1.

 SG LVB Leipzig

0

0:0

0:0

1.

 HV Rot-Weiß Staßfurt

0

0:0

0:0

1.

 HSV Bad Blankenburg

0

0:0

0:0

1.

 HSV Ronneburg

0

0:0

0:0

1.

 LSV Ziegelheim

0

0:0

0:0

1.

 HSG Freiberg

0

0:0

0:0

1.

 TuS Radis 1947

0

0:0

0:0

1.

 SV Oebisfelde 1895

0

0:0

0:0

1.

 HSV Naumburg-Stößen

0

0:0

0:0

1.

 SV Hermsdorf

0

0:0

0:0

1.

 HC Elbflorenz Dresden

0

0:0

0:0

1.

 HSG Wolfen 2000

0

0:0

0:0

1.

 HSV Apolda

0

0:0

0:0

 

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