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03.10.2009 --> Robin Hackemesser (RBW): Die SG Union Sandersdorf verteidigte am Samstag mit einem 3:0 (0:0) gegen den MSV Eisleben die Tabellenführung in der Verbandsliga. In der ersten Hälfte tat sich die SGU gegen defensiv agierende Gäste schwer. Stefan Bebber vergab in diesem ersten Durchgang einige gute Möglichkeiten. Nach dem Seitenwechsel kam Westphal für Ebert und der erlöste die Unioner mit einem Fernschuss zum 1:0. (80.). Meinhardt und Witt machten in den letzten Minuten alles klar. Was lange währte, wurde am Ende doch gut, 80 Minuten hat es gedauert, bis der Torreigen eröffnet wurde, die Union belohnt sich selbst für ihre Geduld und ist damit weiterhin verdient ganz oben in der Tabelle.
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03.10.2009 --> Holger Bär (Union): Ein glückliches Händchen des Trainers und spektakuläre letzte zehn Spielminuten brachten Union Sandersdorf erneut einen Schritt weiter auf dem derzeit in der Verbandsliga eingeschlagenen Weg. Am 9. Spieltag blieben die Schaller- Schützlinge mit einem späten 3:0 gegen den MSV Eisleben erneut ungeschlagen. Viel beeindruckender scheint jedoch eine ganz andere Serie. Die Mannschaft blieb im siebenten Spiel hintereinander ohne Gegentreffer.
"Welch andere Taktik sollte ich meiner Mannschaft mit auf den Weg geben", bat Eislebens Trainer Henryk Lihsa in der anschlließenden Pressekonferenz beinahe um Entschuldigung. "Spielen wir hier fröhlich mit, dann setzt es in Sandersdorfs derzeitiger Verfassung vielleich fünf oder sechs Gegentreffer". Der Coach hatte seiner Mannschaft die totale Defensive verordnet. Die Marschroute hätte sich, schaut man auf die lange Durststrecke im Unionspiel, um ein Haar ausgezahlt. Union schien sich am Elf- Mann Abwehrriegel fast die Zähne auszubeißen. Doch einer hatte sichtlich etwas gegen eine Punkteteilung. Sören Westphal, gerade 10 Minuten zuvor eingewechselt, hatte das Querspielen im Handballstil und damit das Zähneknirschen der Zuschauer satt und packte aus halbrechter Position den Hammer aus. Leicht verdeckt und damit spät für Eislebens Torwart Maik Schäfer sichtbar schlug der Ball wie an der Schnur gezogen im MSV- Gehäuse ein (1:0/80.). Der Bann war gebrochen und die zuvor kleineren vergebenen Chancen, speziell von Stefan Bebber, schienen vom Unionpublikum verziehen. "Das macht es doch zur Zeit aus. Wer auch von der Bank kommt bringt die Qualität mit, um nochmals Akzente zu setzen", freute sich Verteidiger Michael Stelzl, den der Vorstand vor Spielbeginn für sein zweihunderstes Verbandsligaspiel im Uniontrikot ehrte.
Sofort gab der MSV vor 265 Zuschauern seine eingeigelte Position auf und es wurde flucks ein echtes Fußballspiel aus dem bis dato schläfrigen Gekicke.Sandersdorf machte das einzig richtige, legte eine Schippe drauf und kam zu weiteren Chancen und zwei weiteren sehenswerten Toren. Alex Meinhardt setzte sich vor dem Strafraum trotz Foulspiels durch, blieb strauchelnd auf den Beinen, und traf und aus 15 Metern knallhart unter die Eislebener Querlatte (2:0/84.). Der MSV strafte sich für seine destruktive und nun am Ende nicht belohnte Taktik durch ein von Patrick Nilius an Unionkeeper Christian Bölke verübtes Frustfoul mit der Ampelkarte selbst (85.). "Da frag ich mich, was in solch einem Spieler bei diesem Spielstand vorgeht", schüttelte Trainer Lihsa den Kopf, hatte er doch zuletzt ganze drei Akteure durch Rotsperren zu ersetzen. Den Sandersdorfern schien es egal. Westphal legte mit einer butterweichen Flanke von der Grundlinie quer über die komplette Abwehr noch einen Ball für Dominik Witt auf. Der Kapitän besorgte mit einem Hechtsprung quasi mit dem Abpfiff per Kopf den 3:0- Endstand. Während Präsident Uwe Störzner noch während des mannschaftlichen Auslaufens telefonisch aus dem warmen Barcelona gratulierte, hatte sich sein beharrlich auf die richtige Chance wartendes Unionteam mit einem famousen Schlussspurt den Grundstein für ein im Anschluss gemeinsam mit den Fans gefeiertes feuchtfröhliches Oktoberfest gelegt.
Union: Bölke, Stelzl, Jeckel, Wirsing (69. Kühr), Bebber, Ebert (69. Westphal), Trummel, Berger, Schneier, Kövari (46. Meinhardt), Witt
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